Laub, Matsch, Streusalz und Frost verlangen den Ballen deines Hundes einiges ab. Mit ein paar einfachen Handgriffen bleiben sie geschmeidig und gesund, und jeder Spaziergang wird wieder zum Vergnügen.
Ein dünner Schutzfilm vor dem Spaziergang hält Salz und Schneeklumpen von den Ballen fern.
Abspülen, abtrocknen, eincremen: So einfach sieht die perfekte Routine nach dem Gassigehen aus.
Ein kurzer Blick auf Ballen, Krallen und Zehenzwischenräume zeigt dir früh, wenn etwas nicht stimmt.
Die Ballen deines Hundes sind robust, aber nicht unverwundbar. Im Herbst bleiben Steinchen, Kletten und kleine Äste gern zwischen den Zehen hängen. Sobald es friert, kommen Kälte und Streusalz dazu. Salz entzieht der Haut Feuchtigkeit, die Ballen werden trocken und können feine Risse bekommen. Leckt dein Hund das Salz anschließend ab, kann das außerdem Magen und Darm reizen.
Auch die trockene Heizungsluft in der Wohnung trägt dazu bei, dass die Haut an den Pfoten spröde wird. Deshalb lohnt sich eine kleine Pflegeroutine gerade in den Monaten von Oktober bis März.
Eine dünne Schicht Pfotenbalsam oder Melkfett vor dem Rausgehen legt einen Schutzfilm über die Ballen. So kann Salz schlechter eindringen und Schnee bildet weniger schnell Klumpen zwischen den Zehen.
Der wichtigste Schritt passiert nach dem Gassigehen. Spüle die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab, damit Salz und Schmutz nicht in die Wohnung getragen oder abgeleckt werden. Ein Becher mit Wasser oder ein spezieller Pfotenreiniger an der Haustür macht das zur schnellen Gewohnheit.
Danach trocknest du die Pfoten gründlich mit einem Handtuch ab, auch zwischen den Zehen. Feuchtigkeit, die dort zurückbleibt, kann die Haut aufweichen und reizen. Zum Schluss massierst du etwas Pfotenbalsam ein. Viele Hunde genießen diese kleine Massage, und für dich ist es die beste Gelegenheit, die Pfoten kurz zu kontrollieren.
Tipp: Im Herbst wird es früh dunkel. Wie du dich und deinen Hund in der Dämmerung gut sichtbar machst, liest du im Beitrag Sicherheit im Dunkeln für Hunde und ihre Halter.
Bei vielen Hunden wächst das Fell zwischen den Ballen im Winter länger. Darin sammeln sich Schneeklumpen und Schmutz, die beim Laufen drücken können. Kürze dieses Fell vorsichtig mit einer abgerundeten Schere, sodass es mit den Ballen abschließt.
Auch die Krallen solltest du im Blick behalten. Auf weichem Waldboden nutzen sie sich weniger ab als im Sommer auf Asphalt. Sind sie zu lang, verändert sich die Haltung der Pfote. Wenn du dir beim Kürzen unsicher bist, lass dir die Technik von deiner Tierarztpraxis oder im Hundesalon zeigen.
Kleine, trockene Stellen bekommst du mit Pflege meist schnell in den Griff. Bei folgenden Anzeichen solltest du aber genauer hinschauen und im Zweifel tierärztlichen Rat einholen:
Vorher eincremen, nachher abspülen, gut abtrocknen und kurz kontrollieren: Mit dieser Routine bleibt jeder Spaziergang für deine Fellnase ein Vergnügen, egal ob durch raschelndes Laub oder den ersten Schnee.
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